Pressestimmen
Zur 9. Sinfonie von Anton Bruckner (Mainpost Würzburg):

Bruckners Werk hallte gewaltig durch das Gotteshaus, Fesers umsichtiges Dirigat legte aber durchwegs auch die Feinheiten der Partitur präzise frei. Die Musik verströmte erhabene spätromantische Innigkeit, wurde vom Orchester farbig ausgeleuchtet. Die gleißend dissonanten Bläserklänge verdrängten zuweilen die in mildes Licht getauchte vermeintliche Idylle. Gert Fesers Interpretation vertraute im Adagio, dem letzten Satz der unvollendeten Sinfonie, dem Ein- und Ausatmen der Seele, versenkte sich in die weihevolle Verklärung und brachte die ruhig fließende Melodik geradezu mystisch zum Tragen.

 


Zum Violinkonzert von Benjamin Britten (Fuldaer Zeitung):

Ein veritables Hörvergnügen erwartete die vielen Besucher, die in den Fuldaer Fürstensaal gekommen waren, um das Benefizkonzert des Würzburger Sinfonieorchesters Con Brio unter Leitung seines Dirigenten Gert Feser zu erleben. Das Orchester machte seinem Namen alle Ehre. Bei den drei Kompositionen von Mozart, Prokofjew und Britten überzeugte es durch konzentrierte, engagierte und inspirierte Spielkultur, die unter dem passionierten Dirigat Gert Fesers vor allem in Brittens Violinkonzert mit der Solistin Sinn Yang bewegende Höhepunkte erreichte.

 


Zur 8. Sinfonie von Anton Dvorak (Volksblatt Würzburg):

Nach der Pause gab es Dvoraks Symphonie Nr. 8 in G-Dur op. 88, wo sich nun alles vereinigte, zu dem dieses Ensemble befähigt ist: strahlendes Blech, schön intonierende Holzbläser, gut aufeinander abgestimmte Streicher in allen Bereichen führten diese Symphonie zum glanzvollen Höhepunkt, bei leichter Fröhlichkeit, tänzerischem Charme, wobei Gert Feser einmal mehr überzeugen konnte, ein wie schlagtechnisch versierter, klanglich vitaler, bald energischer, bald nachgebender Dirigent er ist.

 


Zur Sinfonie in d-moll von Cesar Franck (Mainpost Würzburg):

Bestechend, wie hier aus der schwermütigen, grüblerischen düsteren Grundhaltung (neun Celli, sieben Bässe!) heraus farbenprächtige Klänge mit feierlichen Bläserakkorden in guter Tongebung und Präzision erwuchsen, bestens disponierte Holzbläser und Streicher wechselweise aus dem Dickicht satter Tutti gemütvoll immer wieder auf helle Lichtungen in zuweilen irrlichternden Gebärden heraustraten.

 

Zur 3. Sinfonie von Anton Bruckner (Donauwörther Zeitung):

In spürbarer Musizierfreude wurde innerhalb des vor dem Hörer errichteten gewaltigen sinfonischen Gebäudes eine Menge offengelegt von Bruckners tiefer Religiosität, aber auch seiner schlichten Naturschwärmerei. Musikalisch fand das kontrastreich seinen Niederschlag zwischen keineswegs übertrieben kompakten und deshalb stets durchhörbaren Tutti und der dezenten Rücknahme zu grüblerischen Abschnitten mit flirrendem Geigen-Filigran oder raunenden Bratschen.